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Sagenwegstation - Der Gatterl-Geist

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Wandern

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Tourenbeschreibung

Zwischen Wieshof und Kranhof spukt eine alte Sage: der unheimliche Gatterl-Geist. Begleite Rabe Ferdinand – traust du dich?

Rabe Ferdinand vom Kufsteinerland erzählt:KRAH! Der schöne Weg zwischen Wieshof und Kranhof wurde schon in alter Zeit gern und viel begangen – allerdings der Arbeit wegen und nicht zum Wandern. Doch nachts wagte sich kaum einer dorthin, denn da ging der böse „Gatterl-Geist“ um …Vor langer Zeit stapfte ein Bauer noch vor Sonnenaufgang vom Wieshof zum Kranhof hinüber, um sich ein Ochsenkummet zum Pflügen auszuleihen. Vielleicht ging er auch in der umgekehrten Richtung – das weiß man nicht mehr genau. Doch als der Bauer schließlich am „Gatterl“ anlangte, einer kleinen Holzleiter, auf der man den Zaun zwischen zwei Viehweidenüberqueren konnte, wuchs vor ihm ein tiefschwarzer Schatten aus dem Boden, der drohend die Arme nach ihm ausstreckte. „Jetzt ist der lästige Gatterl-Geist schon wieder da!“, ärgerte sich der Bauer, fasste nach dem geweihten Rosenkranz in seiner Joppe und schlug ein Kreuz. Augenblicklich verschwand das Gespenst. Als der Bauer auf dem Wieshof – oder Kranhof – ankam, stand der Nachbar mit besorgtem Gesicht an der Stalltür. „Guten Morgen! Was is los?“, fragte der Bauer, und der Nachbar erwiderte: „Ich glaub, zwei von meinen Kühen haben die Mauk!“ „Um Gottes Willen“, rief der Bauer, der sich wie jeder Züchter vor dieser ansteckenden Tierseuche fürchtete, „dös müssen wir uns genau anschauen, sonst haben wir bald lauter kranke Viecher im Tal!“ Gemeinsam untersuchten sie alle Rinder, Ziegen, Schweine und Schafe am Hof und auf den Weiden ringsum, doch es blieb bei den beiden erkrankten Tieren, die nach uraltem Thierseer Brauch mit „Wasn-Ausstechen“ behandelt wurden, denn Tierärzte gab es damals noch nicht. Nach all der Arbeit und dem einen oder anderen Glaserl Schnaps wurde es später Abend, bis sich der Bauer mit dem geliehenen Ochsenkummet auf den Heimweg machen konnte. Müde schlurfte er dem Gatterl zu und entdeckte, dass ihm dort wieder der finstere Schatten auflauerte. Da riss dem Bauern endgültig der Geduldsfaden, und statt demütig ein Kreuzlein zu schlagen, schlug er dem Gatterl-Geist das schwere Ochsenkummet um die Ohren, dass es nur so krachte. „Verschwind’, du elender Huderwachl!“, schrie der Bauer in seinem Zorn. „Verschwind in alle Ewigkeit!“ Und so war es tatsächlich: Von dieser Nacht an wurde der Thierseer Gatterl-Geist nie mehr gesehen.Beim „Wasn-Ausstechen“ führte man das Tier auf die Wiese, stach das Grasstück aus, auf dem die kranke Tierklaue stand, und legte diesen „Wasn“ auf den Küchenherd. Wenn Gras und Erde staubtrocken waren, war auch das Tier wieder gesund – so glaubte man zumindest. Versuch es einfach selbst einmal, wenn Du schmerzende Füße hast... KRAH!

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